Laufen bei Kälte

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Besonders in den kälteren Abschnitten des Jahres stellen sich viele Sportler die Frage: "Soll ich auch Laufen, wenn es kalt ist?" Hier ein paar Hinweise zu diesem Thema:

Laufen bei Kälte? Aber klar!
Unsere Atmungsorgane sind (auch) dafür ausgerüstet! Besonders die Nasenschleimhäute habe u.a. die Aufgabe, die Atemluft nicht nur anzufeuchten, sondern auch zu erwärmen. Es besteht also kein Grund zu befürchten, dass alleine die Kälte für uns "ungesund" sei. Was viele nicht wissen, ist dass bei Muskelarbeit sehr viel Wärme erzeugt wird. Etwa 70% der umgesetzten Energie wird in Körperwärme umgewandelt (wirkungsgrad der Muskelarbeit) egal, ob es draußen warm oder kalt ist. Wir sind also während des Laufens kleine Heizkraftwerke. Wer es mal ausprobiert, der kann es spüren.

"Winterlaufen macht glücklich"!
Durch den positiven Einfluss von Licht und Bewegung auf die Serotoninproduktion sorgt das Laufen besonders im Winter für Entspannung, weniger depressive Stimmungen und erhöhte Leistungsbereitschaft.

Ausnahme: Bei kälteindiziertem Asthma sollte man vorsichtiger sein und vorher seinen betreuenden Arzt konsultieren.

Tipps für die kalte Jahreszeit

> Atmung durch die Nase oder durch Schal oder Maske
> Sorgfältig warmlaufen (mind. 10 Minuten)
> Niedriges bis max. moderates Tempo
> Bei sehr kalten Wind: immer gegen den Wind beginnen
> Helle Kleidung und Reflektoren/LEDs (Sichtbarkeit)
> Funktionelle Kleidung (Zwiebelprinzip), damit sich die Schweißnässe nicht sammelt und ein Auskühlen verhindern wird
> Kopfbedeckung (evtl. Handschuhe), denn 40% der Körperwärme geht über den Kopf verloren.
> Am Wochenende/bei Tageslicht (fördert die Vitamin D und Hormonproduktion)
> Nach dem Training sofort um- und warm anziehen
> Bei klirrender Kälte: Gesicht mit fetthaltiger Creme einschmieren

Joggen auch mit verstopfter Nase?

Ja, denn die Atemkapazität und Leistungsfähigkeit bleiben nahezu unverändert solange es nicht mehr als nur ein
Schnupfen ist. Allerdings sollte man einige wichtige Voraussetzungen beachten:

> moderates Tempo
> je nach Leistungsstand nicht länger als 30-45 Minuten
> subjektives Wohlbefindenkeine ernste Infektion (ggf. Arzt konsultieren), denn die können wiederum ernste Folgeschäden verursachen (z.B. am Herzen)
> sofortiges Beenden bei Verschlechterung des Gesundheitszustandes

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