Leistungsdiagnostik

Leistungsdiagnostik im Freizeitsport

Kein systematisch geplanter Prozess kommt ohne regelmäßige Kontrollen aus, wenn man nicht irgendwo, sondern am Ziel ankommen möchte. So ist es auch mit dem sportlichen Training. Selbstverständlich ist dies leider nur im Leistungssport. Aber gerade bei regelmäßiger freizeit- und gesundheitsorientierte Bewegung sind Kontrollen von besonderer Bedeutung, um Schäden durch ein Missverhältnis von Belastung und Belastbarkeit vorzubeugen. Übliche Testformen sind Tests nach Zeit (z.B. Cooper-Test: 3000m am Stück - den kennen viele noch aus der Schule), Geschwindigkeit (z.B. Conconi-Test) oder solche, die individuelle Parameter wie Laktat, Herzfrequenz oder Atemgase bestimmen.

Der sicherste und genaueste Weg ist derzeit die Ergospirometrie. Bei einer Ergospirometrie werden unter stufenförmig ansteigender Belastung insbesondere die Atemgase kontinuierlich gemessen. Diese geben detailliert Auskunft über die jeweiligen Energiebereitstellungsmechanismen, einem Indikator für die individuelle Belastung. Und in Korrelation mit der ebenfalls kontinuierlich aufgezeichneten Herzfrequenz sind genaue Trainingsempfehlungen (Intensitätsbereiche) möglich. Diese bilden die Grundlage für sowohl effektives wie gesundheitsförderndes Ausdauertraining.

Die Vorteile der Ergospirometrie liegen vor allem in der kontinuierlichen Messung und in der Bestimmung der Atemgase. Die ausschließliche Bestimmung des Blutlaktats bei einem immer noch gängigen Laktatstufentest ist demgegenüber mit allerlei methodischen Fehlerquellen (z.B. Messung nur am Ende der Stufe, Blutentnahme fern des Laktatbildungsortes, Schwellenbestimmung nur über theoretische Konzeptionen) belastet. Als ergänzende Diagnostik ist die Laktatbestimmung jedoch sinnvoll, da dadurch das Gesamtbild geschärft werden kann.

Eine umfassende Ausgangsdiagnostik bildet die Grundlage für richtig dosiertes Training und sollte regelmäßig, d.h. häufiger als einmal im Jahr wiederholt werden, um den individuellen Entwicklungsverlauf genau und möglichst objektiv bestimmen zu können. Im Freizeitsport bieten sich aus ökonomischen Gründen auch Kombinationen mit einfacheren Tests an.

Wir bedanken uns bei Sebastian Rosenkranz (Dipl. Sportwissenschaftler) für diesen Artikel. Du erreichst Ihn auch über www.bewegungsschmiede.de

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